Risikolebensversicherung: wie sie Familie und Immobilienkredit absichert
22. Oktober 2026
Die Risikolebensversicherung (RLV) ist eine reine Todesfallabsicherung. Stirbt die versicherte Person während der Vertragslaufzeit, erhält die Familie oder eine andere bezugsberechtigte Person die vereinbarte Summe. Endet die Laufzeit ohne Versicherungsfall, gibt es keine Auszahlung. Dafür sind die Beiträge niedrig: Der Vertrag sichert die Familie ab und spart nichts an. Im Folgenden geht es darum, wer eine Risikolebensversicherung braucht, wie hoch Summe und Laufzeit sein sollten, worauf es beim Immobilienkredit ankommt und wie Paare den Vertrag richtig gestalten.
Die kurze Antwort
- Die RLV zahlt nur, wenn die versicherte Person während der Laufzeit stirbt. Nach Ablauf gibt es keine Leistung, die Beiträge werden nicht erstattet (BaFin).
- Sinnvoll ist sie, wenn jemand von Ihrem Einkommen abhängt: Kinder, Partnerin oder Partner, ein gemeinsamer Immobilienkredit.
- Wie hoch? Als Richtwert das 3- bis 5-Fache des Bruttojahreseinkommens oder, als Alleinverdiener mit kleinen Kindern, mindestens das 4-Fache des Nettojahreseinkommens. Dazu die Restschuld des Kredits.
- Wie lange? Bis das jüngste Kind etwa 20 bis 25 Jahre alt ist oder bis der Kredit vollständig getilgt ist.
- Immobilienkredit. Gesetzlich ist eine Risikolebensversicherung keine Pflicht. Die Bank kann eine Todesfallabsicherung aber zur Bedingung für den Kredit machen.
- Paare. Entscheidend ist, wer Versicherungsnehmer und wer Bezugsberechtigter ist: Davon hängt ab, ob auf die Auszahlung Erbschaftsteuer anfällt.
Was eine Risikolebensversicherung ist und wie sie funktioniert
Die Risikolebensversicherung sichert ausschließlich den Todesfall ab und baut kein Kapital auf. Deshalb sind die Beiträge deutlich niedriger als bei einer Kapitallebensversicherung (BaFin).
Im Vertrag gibt es drei Rollen:
- Versicherungsnehmer schließt den Vertrag ab und zahlt die Beiträge.
- Versicherte Person ist der Mensch, dessen Leben versichert ist.
- Bezugsberechtigter erhält die Auszahlung. Das kann jede beliebige Person sein, auch jemand außerhalb der Familie.
Ein Beispiel: Ein Mann versichert sein eigenes Leben und setzt seine Frau als Bezugsberechtigte ein. Er ist Versicherungsnehmer und versicherte Person, sie ist Bezugsberechtigte. Wer das Leben eines anderen Menschen versichert, braucht vor Vertragsschluss dessen schriftliche Einwilligung (§ 150 Abs. 2 VVG).
Die Versicherungssumme wird in einem Betrag ausgezahlt. Sie steht auch dann zu, wenn der Vertrag erst kurz bestanden hat. Ausnahme ist eine Selbsttötung in den ersten drei Vertragsjahren (§ 161 VVG).
Innerhalb von 30 Tagen nach Vertragsschluss können Sie den Vertrag ohne Angabe von Gründen widerrufen (§ 152 VVG). Später lässt er sich zum Ende der Versicherungsperiode kündigen, gezahlte Beiträge werden dabei nicht erstattet.
Für wen sich eine Risikolebensversicherung lohnt
- Familien mit Kindern, vor allem mit einem Haupteinkommen. Häufig verdient ein Partner das Geld, während der andere in Elternzeit ist, in Teilzeit arbeitet oder sich weiterbildet.
- Verheiratete und unverheiratete Paare, wenn einer vom Einkommen des anderen abhängt.
- Käufer einer Immobilie auf Kredit. Die Versicherungssumme ermöglicht es dem Partner, den Kredit abzulösen und die Wohnung zu behalten.
- Mitinhaber von Unternehmen und GmbH mit gemeinsamen Verbindlichkeiten. Über Unternehmerfinanzen und Baufinanzierung haben wir im Beitrag wie sich Unternehmer auf die Baufinanzierung vorbereiten geschrieben.
Alleinstehende ohne Unterhaltspflichten und Paare, in denen jeder finanziell unabhängig ist, brauchen in der Regel keine RLV. Wenn niemand auf Ihr Einkommen angewiesen ist, fließt das Geld sinnvoller in eine Rücklage oder in die Altersvorsorge. Womit die Grundabsicherung der Familie beginnt, beschreiben wir im Beitrag Finanzen 101: vom finanziellen Stress zur Klarheit, und wie Sie Ihre Versicherungen bei steigendem Einkommen überprüfen, im Beitrag Familieneinkommen gestiegen: Steuern und Verteilung.
Das Risiko, dauerhaft nicht mehr arbeiten zu können, deckt eine andere Versicherung ab: die Berufsunfähigkeitsversicherung.
Wie hoch und wie lange: Summe und Laufzeit
Allgemeine Richtwerte für die Versicherungssumme:
- das 3- bis 5-Fache des Bruttojahreseinkommens der versicherten Person (Stiftung Warentest, BdV).
- Für Alleinverdiener empfiehlt die Verbraucherzentrale, sich am Nettoeinkommen zu orientieren: für Familien mit kleinen Kindern mindestens das 4-Fache des Nettojahreseinkommens, mit älteren Kindern mindestens das 3-Fache, für Paare ohne Kinder mindestens das 1-Fache (Verbraucherzentrale).
- Bei einem Kredit kommt die Restschuld hinzu.
Eine zu hohe Summe bringt ebenfalls wenig: Die Beiträge steigen, und so viel braucht die Familie womöglich gar nicht.
Rechenbeispiel. Familie mit zwei kleinen Kindern, ein Einkommen von 48 000 € netto im Jahr. Nach dem Richtwert der Verbraucherzentrale sind mindestens 4 × 48 000 = 192 000 € nötig. Die Restschuld der Baufinanzierung beträgt 300 000 €. Zusammen ergibt das rund 490 000 €. Das ist ein Beispiel, keine Empfehlung. Hinterbliebenenrente, Ersparnisse und ein zweites Einkommen senken die nötige Summe, und das wird individuell berechnet.
Die Laufzeit wird so gewählt, dass der Schutz besteht, bis das jüngste Kind etwa 20 bis 25 Jahre alt ist. Sichert der Vertrag einen Kredit ab, deckt die Laufzeit die gesamte Tilgungsdauer ab. Die Zinsbindung ist meist kürzer, deshalb ist es riskant, sich an ihr zu orientieren. Die meisten Verträge laufen 20 bis 25 Jahre (tagesschau.de).
Bei der Tarifauswahl achten wir auf drei nützliche Optionen:
- Nachversicherungsgarantie: die Summe ohne neue Gesundheitsprüfung erhöhen, etwa nach Hochzeit, Geburt eines Kindes oder Immobilienkauf.
- Verlängerungsoption: die Laufzeit ohne neue Gesundheitsprüfung verlängern.
- Stundung: Beiträge aufschieben, wenn das Zahlen vorübergehend schwerfällt.
Konstante oder fallende Summe: Familie und Immobilienkredit
| Konstante Versicherungssumme | Fallende Versicherungssumme | |
|---|---|---|
| Wofür | Absicherung von Familie und Einkommen | Absicherung eines bestimmten Kredits |
| Wie sich die Summe entwickelt | bleibt über die gesamte Laufzeit gleich | sinkt mit der Restschuld: linear oder nach Tilgungsplan |
| Beitrag | höher | niedriger |
| Worauf achten | — | wird der Kredit langsamer getilgt als geplant, etwa weil der Zins nach der Zinsbindung gestiegen ist, kann die Summe unter der Restschuld liegen |
Quellen: Verbraucherzentrale, Finanztip, Verbraucherzentrale Niedersachsen.
Der Preisunterschied ist spürbar. In unserem Rechenbeispiel (Details im Abschnitt zum Preis weiter unten) für einen 35-jährigen Nichtraucher mit 300 000 € über 20 Jahre lagen die Beiträge mit linear fallender Summe bei etwa 59 bis 321 € im Jahr. Der niedrigste Beitrag, rund 5 € im Monat, ist ungefähr halb so hoch wie mit konstanter Summe. Es gibt auch Tarife, bei denen die Summe der Restschuld nach einem Annuitätentilgungsplan folgt.
Für Familien mit Baufinanzierung passt oft eine Kombination: eine konstante Summe für die Familie und eine fallende für den Kredit. Manchmal genügt ein einziger Vertrag mit konstanter Summe. Welche Variante Sie brauchen, klären wir in der Berechnung.
Braucht man eine Risikolebensversicherung für den Immobilienkredit?
Gesetzlich ist eine Risikolebensversicherung beim Immobilienkredit keine Pflicht. Beim Immobiliar-Verbraucherdarlehen kann die Bank eine Todesfallabsicherung aber zur Bedingung für den Kredit machen. Dann müssen die Kosten dieser Versicherung in den effektiven Jahreszins einfließen (BaFin, § 16 Abs. 4 Nr. 2 PAngV). Die Bank kann außerdem verlangen, dass die Ansprüche aus dem Vertrag für die Kreditdauer an sie abgetreten werden.
Banken bieten auch eine eigene Restschuldversicherung (RSV) an. Die Verbraucherzentrale bewertet solche Versicherungen kritisch als teuer und wenig leistungsstark und nennt die RLV als Alternative (Verbraucherzentrale). Seit dem 1. Januar 2025 darf die Bank eine RSV beim Verbraucherkredit nicht mehr zur Bedingung machen, beim Immobilienkredit schon (BaFin).
Eine eigene RLV können Sie schon vor dem Bankgespräch abschließen, dann liegt sie bereits vor. Als Makler stimmen wir sie auf den Tilgungsplan ab. Wie man sich auf die Baufinanzierung selbst vorbereitet, beschreiben wir im Beitrag wie sich Unternehmer auf die Baufinanzierung vorbereiten.
Wovon der Preis abhängt
Den Beitrag bestimmen Summe, Laufzeit und Eintrittsalter, außerdem Gesundheit, Rauchen, Gewicht, Beruf (vor allem körperliche Belastung) und riskante Hobbys wie Motorradfahren, Tauchen oder Fallschirmspringen (BaFin, BdV). Nichtraucher-Tarife sind deutlich günstiger. Viele Versicherer stufen als Nichtraucher ein, wer seit 12 Monaten nicht raucht. Mit dem Rauchen aufhören können Sie also auch nach Vertragsschluss: Die Bedingungen für die Umstufung hängen vom Tarif ab (Finanztip).
Rechenbeispiel von Boiko Wealth Management, Stand 16.10.2026. Mann, 35 Jahre, seit über 10 Jahren Nichtraucher, 183 cm, 79 kg, keine riskanten Hobbys. Versicherungssumme 300 000 €, konstant, Laufzeit 20 Jahre, jährliche Zahlung. Wir haben 62 Tarife in unserem Tarifvergleichssystem verglichen:
- niedrigster Beitrag: rund 124 € im Jahr (etwa 10 € im Monat);
- höchster Beitrag: rund 720 € im Jahr;
- ein Unterschied um fast das Sechsfache bei gleichen Angaben und gleicher Summe.
Tarife, die ein normales Körpergewicht berücksichtigen, sind deutlich günstiger. Das ist ein Rechenbeispiel, kein Angebot. Ihr Beitrag hängt von Alter, Gesundheit, Beruf und weiteren Angaben ab.
Der Preisunterschied hat einen einfachen Grund: Versicherer bewerten dieselben Risiken unterschiedlich (BaFin). Deshalb vergleichen wir als unabhängiger Makler die Tarife in einem professionellen Tarifvergleichssystem und zeigen Ihnen die Varianten, die zu Ihren Angaben passen.
Beiträge zur RLV zählen zu den sonstigen Vorsorgeaufwendungen (§ 10 Abs. 1 Nr. 3a EStG) und lassen sich unter bestimmten Voraussetzungen in der Steuererklärung ansetzen. Der Höchstbetrag ist oft schon durch die Beiträge zur Krankenversicherung ausgeschöpft. Klären Sie diese Frage deshalb mit Ihrem Steuerberater.
Gesundheitsfragen: warum ehrliche Antworten wichtig sind
Vor Vertragsschluss stellt der Versicherer Fragen in Textform, und Sie müssen ihm die Ihnen bekannten Umstände mitteilen, nach denen er fragt (§ 19 Abs. 1 VVG). Üblich sind Fragen zu Diagnosen, Behandlungen, Krankenhausaufenthalten, Gewicht, Rauchen und Hobbys.
Sind die Angaben unvollständig, kann der Versicherer je nach Verschulden vom Vertrag zurücktreten, ihn kündigen oder die Bedingungen rückwirkend anpassen (§ 19 Abs. 2–4 VVG). Tritt er nach dem Versicherungsfall zurück, kann die Leistung entfallen. Diese Rechte bestehen 5 Jahre nach Vertragsschluss, bei Vorsatz oder Arglist 10 Jahre (§ 21 VVG).
Gute Vorbereitung nimmt dieses Risiko. Sammeln Sie Befunde und Diagnosen, auch aus Behandlungen im Ausland: Die Fragen betreffen Ihre Gesundheit, egal wo Sie behandelt wurden. Bei einer komplizierten Krankengeschichte kann der Makler zunächst anonym eine Risikovoranfrage bei mehreren Versicherern stellen. Bei hohen Summen kann der Versicherer ein ärztliches Zeugnis verlangen, die Grenze legt jeder Tarif selbst fest. Eine ähnliche Gesundheitsprüfung gibt es auch in der privaten Krankenversicherung, darüber haben wir im Beitrag GKV oder PKV geschrieben.
Risikolebensversicherung für Paare: über Kreuz und Erbschaftsteuer
Einkommensteuer fällt auf die Auszahlung einer RLV nicht an (Finanztip). Erbschaftsteuer ist dagegen möglich: Was der Bezugsberechtigte aus dem Vertrag eines Verstorbenen erhält, gilt als Erwerb von Todes wegen (§ 3 Abs. 1 Nr. 4 ErbStG).
Freibeträge für in Deutschland lebende Erben (§ 16 ErbStG):
- Ehepartner oder eingetragener Lebenspartner: 500 000 €;
- Kind: 400 000 €;
- unverheirateter Partner: nur 20 000 € (Steuerklasse III, § 15 ErbStG).
Rechenbeispiel. Eine unverheiratete Partnerin erhält 300 000 € aus dem Vertrag des Verstorbenen. Steuerpflichtig sind 300 000 − 20 000 = 280 000 €, der Steuersatz in Steuerklasse III beträgt 30 % (§ 19 ErbStG). Die Steuer liegt damit bei rund 84 000 €. Mit einer Gestaltung über Kreuz wäre in diesem Fall keine Erbschaftsteuer angefallen.
So funktioniert die Risikolebensversicherung über Kreuz. Jeder Partner schließt einen eigenen Vertrag auf das Leben des anderen ab: Er ist selbst Versicherungsnehmer, zahlt die Beiträge vom eigenen Konto und ist selbst bezugsberechtigt. Dann stammt die Auszahlung aus dem eigenen Vertrag und gilt nicht als Erbschaft (Finanztip). Wichtig sind die richtige Gestaltung des Vertrags und die tatsächliche Zahlung aus eigenen Mitteln. Sterben beide Partner gleichzeitig, geht das Geld nach den allgemeinen Regeln an die Erben, und Erbschaftsteuer kann anfallen.
Auch für Verheiratete kann diese Variante sinnvoll sein, wenn der Freibetrag von 500 000 € bereits durch Haus und übriges Erbe ausgeschöpft wird (tagesschau.de).
Daneben gibt es die Versicherung auf verbundene Leben: eine Police für zwei Personen, die beim ersten Todesfall zahlt. Sie ist günstiger als zwei Verträge, nach der Auszahlung ist der zweite Partner allerdings ohne Schutz. Finanztip hält sie eher für Paare ohne Kinder geeignet.
All das lässt sich mit den richtigen Angaben im Vertrag beim Abschluss regeln. In komplizierten Erbschaftsfällen ziehen wir einen Steuerberater hinzu.
Risikolebensversicherung und Kapitallebensversicherung: der Unterschied
Die Kapitallebensversicherung verbindet Todesfallschutz und Vermögensaufbau. Am Ende der Laufzeit wird das angesparte Kapital mit Zinsen und Überschussbeteiligung ausgezahlt. Der Beitrag besteht aus drei Teilen, Sparanteil, Risikoanteil und Kosten des Versicherers, und ist deshalb viel höher als bei einer RLV (BaFin).
Die BaFin weist darauf hin, dass sich Risikoschutz und Altersvorsorge trennen lassen. Für die Absicherung der Familie dient die RLV, für die Altersvorsorge wird eine eigene Lösung gewählt. Über Altersvorsorge für junge Berufstätige schreiben wir in einem der nächsten Insights-Beiträge.
Bei Umzug: Schutz im Ausland und ausländische Policen
Eine deutsche RLV gilt in der Regel weltweit und über die gesamte Laufzeit, Sie können sie also auch bei einem Umzug ins Ausland behalten. Der Versicherer überweist die Leistung auch ins Ausland, bei Überweisungen außerhalb des EWR trägt der Empfänger allerdings das Übermittlungsrisiko (BdV). Die genauen Bedingungen hängen vom Tarif ab und werden beim Abschluss geprüft.
Policen, die in einem anderen Land abgeschlossen wurden, etwa in der Ukraine, in Kasachstan, Polen oder anderswo, ersetzen den deutschen Schutz nicht automatisch. Zu prüfen ist, ob der Vertrag bei Wohnsitz im Ausland gilt, in welcher Währung und in welches Land die Summe ausgezahlt wird und ob sie für die Ausgaben der Familie in Deutschland reicht. Auszahlungen aus manchen Ländern können auf Beschränkungen im internationalen Zahlungsverkehr stoßen.
Häufige Fragen
Ist eine Risikolebensversicherung Pflicht?
Nein, gesetzlich ist sie freiwillig. Beim Immobilienkredit kann die Bank eine Todesfallabsicherung zur Bedingung machen, dann fließen die Kosten in den effektiven Jahreszins ein.
Was kostet eine Risikolebensversicherung?
Das hängt von Summe, Laufzeit, Alter, Gesundheit, Rauchen und Beruf ab. Im Rechenbeispiel von Boiko Wealth Management, Stand 16.10.2026, lagen die Beiträge für einen 35-jährigen Nichtraucher mit 300 000 € über 20 Jahre bei 62 Tarifen zwischen etwa 124 und 720 € im Jahr. Den genauen Preis zeigt nur eine Berechnung für Sie.
Wie hoch und wie lange sollte die Risikolebensversicherung sein?
Als Richtwert das 3- bis 5-Fache des Bruttojahreseinkommens plus Restschuld. Die Laufzeit reicht, bis das jüngste Kind etwa 20 bis 25 Jahre alt ist oder bis der Kredit vollständig getilgt ist.
Muss man die Auszahlung versteuern?
Einkommensteuer fällt nicht an, Erbschaftsteuer ist möglich. Der Freibetrag beträgt für Ehepartner 500 000 €, für Kinder 400 000 €, für unverheiratete Partner nur 20 000 €. Unverheirateten Paaren hilft meist die Gestaltung über Kreuz: Jeder versichert das Leben des anderen und erhält die Auszahlung selbst.
Was passiert, wenn man eine Krankheit im Antrag nicht angibt?
Der Versicherer kann vom Vertrag zurücktreten oder die Bedingungen anpassen, nach einem Rücktritt kann die Leistung entfallen. Diese Rechte bestehen 5 Jahre nach Vertragsschluss, bei Vorsatz oder Arglist bis zu 10 Jahre. Deshalb beantworten wir Gesundheitsfragen vollständig, bei Bedarf mit Befunden.
Was unterscheidet Risiko- und Kapitallebensversicherung?
Die Risikolebensversicherung zahlt nur im Todesfall während der Laufzeit und ist deshalb günstig. Die Kapitallebensversicherung spart zusätzlich Geld an, der Beitrag ist viel höher. Familienabsicherung und Altersvorsorge lassen sich oft besser getrennt lösen.
Nächster Schritt
Boiko Wealth Management arbeitet als unabhängiger Versicherungsmakler, eigene Versicherungsprodukte haben wir keine. Wir berechnen Summe und Laufzeit für Ihre Familie und Ihren Kredit, zeigen, wie Paare den Vertrag richtig gestalten, und vergleichen Tarife verschiedener Versicherer in unserem Tarifvergleichssystem. Bei einer komplizierten Krankengeschichte klären wir die Bedingungen zunächst anonym. Wir prüfen auch bestehende Verträge, einschließlich Policen aus dem Ausland, etwa aus der Ukraine, Kasachstan oder Polen. Wenn Sie eine Immobilie kaufen, stimmen wir die Risikolebensversicherung auf den Tilgungsplan ab und unterstützen Sie bei der Baufinanzierung selbst: Wir haben eine Erlaubnis nach § 34i GewO für die Vermittlung von Immobiliardarlehen. Ein guter Zeitpunkt dafür ist vor der Unterschrift unter den Kreditvertrag oder nach der Geburt eines Kindes.
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